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Tipps zum Schattieren bei der botanischen Illustration

Mit einigen Tipps und Techniken kannst du durch gezielt gesetzte Schattierungen realistische und dynamische Zeichnungen erstellen.


Ich habe Dir 10 Tipps zusammen gestellt, die Dir beim nächsten Zeichentreffen in der Flora helfen können:


1. Beobachte die Lichtquelle:

Bestimme, woher das Licht kommt. Dies hilft dir zu entscheiden, welche Teile der Pflanze hell und welche dunkel sein sollen.


2. Verwende verschiedene Schraffurtechniken:


  • Parallel-Schraffur: Linien in die gleiche Richtung, die dichter werden, um dunklere Bereiche zu erzeugen.

  • Kreuzschraffur: Überlappende Linien in verschiedenen Winkeln erzeugen tiefe Schatten.

  • Punktierung: Kleine Punkte, die in dichter Anordnung dunklere Schatten erzeugen.


Grafische Gestaltungselemente: Schraffur und Punktierung zur Darstellung von Licht/Schatten und Plastizität © Zeichnungen: Katharina Scheubert


3. Achte auf die Struktur und Form der Blätter:

Blätter haben oft feine Adern, die du durch leichtere Schattierung hervorheben kannst. Berücksichtige die Textur und Struktur der Blätter in deiner Schattierung. Die Form der Blätter ist ebenfalls für eine dynamische Skizze wichtig. In den nächsten zwei Bildern habe ich dir die möglichen Blattformen mit ihrer passenden Bezeichnung zusammen getragen.




4. Nutze Verblenden (Schummern) :

Verwende deinen Finger (oder ein Papiertaschentuch oder einen Papierwischer), um weiche Übergänge zwischen Licht und Schatten durch das Verwischen zu erzeugen.


5. Kontrast und Tiefe:

Erzeuge Tiefe, indem du kontrastierende Bereiche einfügst. Dunkle Schatten und helle Highlights machen die Pflanze realistischer.


6. Reflektiertes Licht:

Bedenke das Licht, das von der Umgebung auf die Pflanze reflektiert wird. Diese Reflexionen sind oft weniger intensiv, aber sie geben der Zeichnung Realismus.


7. Verwende verschiedene Bleistiftstärken:

  • Härtere Bleistifte (H) für feine Linien und hellere Schattierungen.

  • Weichere Bleistifte (B) für dunklere Schattierungen und kräftigere Linien. 8B ist sehr weich und dunkel.


8. Layering:

Arbeite in Schichten. Beginne mit leichten Schattierungen und füge nach und nach dunklere Schichten hinzu.


9. Beobachte echte Pflanzen:

Zeichne möglichst oft nach realen Pflanzen (oder Fotografien, die du in der Flora angefertigt hast). Dies hilft dir, die natürlichen Schatten und Lichtreflexe besser zu verstehen.


10. Experimentiere:

Probiere verschiedene Techniken und Werkzeuge aus, um herauszufinden, was für dich am besten funktioniert.


Durch die regelmäßige Übung und Beobachtung wirst du deine Fähigkeiten im Schattieren verbessern und realistische Pflanzenzeichnungen erstellen können.

Vergiss dabei nicht, Dir Freude und Spaß am Zeichnen zu bewahren.






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